IEK 0704-24

Einschaltverzögertes Zeitrelais EVZ-ZR

Allgemeines

Das Zeitrelais wird durch einen kurzen Masseimpuls aktiviert, der an den Eingang “Start“ angelegt wird. Dieser Startimpuls kann von einem mit Masse verbundenem Taster oder einem Reedrelais o.ä. stammen.  Danach beginnt die Verzögerungszeit zu laufen. Nach Ablauf der eingestellten Verzögerungszeit wird das Relais für die eingestellte Zeit geschaltet. Verzögerungszeit sowie die Schaltzeit sind getrennt einstellbar.

Die Aktivierung mit einem Magnet- oder Weichendecoder ist nur dann möglich, wenn zur Potentialtrennung ein Relais dazwischen geschaltet ist. Ein direkter Anschluß an einen solchen Decoder ist aufgrund der technischen Konstruktion dieser Decoder nicht möglich.

Die Zeit, nach der der Schaltvorgang ausgelöst wird sowie die Länge in der das Zeitrelais aktiv ist kann jeweils mit den auf der Platine befindlichen Trimmpotis eingestellt werden. Die Einschaltverzögerungszeit beträgt zwischen ca. 0,5 Sekunden und ca. 2 Minuten. Die Schaltzeit des Relais beträgt von ca. 1 Sekunde bis ca. 2,5 Minuten. 

Das EVZ-ZR verfügt über zwei Umschaltkontakte, so dass hier für eine bestimmte Zeit Ströme aus- ein – oder umgeschaltet werden können.

Das EVZ-ZR ist nicht “nachtriggerbar“. Das bedeutet, dass nach Aktivierung des Schaltvorganges durch den Masseimpuls  (Triggerimpuls, Startimpuls) die Verzögerungsschaltzeit nicht, wie z.B. bei einem Treppenlichtautomaten, von vorne zu laufen beginnt und dadurch verlängert wird. Während der zeitlichen Aktivierung des Verzögerungsvorganges wird ein zwischenzeitlich neuer Triggerimpuls (Startimpuls) von dem Modul ignoriert. Erst nach Ablauf der eingestellten Zeit kann das EVZ-ZR erneut aktiviert werden. Eine  Aktivierung des Einschaltvorganges unabhängig von der Verzögerungszeit ist nicht möglich.

Die Relaiskontakte können jeweils Ströme von max. 2 A schalten.

Anschluß des einschaltverzögerten Zeitrelais

Montieren Sie Ihr EVZ-ZR an geeigneter Stelle auf Ihrer Anlage. Wenn Sie einen Wechselstromtrafo benutzen, so schließen Sie die Kabel an den mit  ~ ~ bezeichneten Anschlußklemmen an. Die meisten Transformatoren sehen hierfür die Kabelfarbe gelb und braun vor. Bei Verwendung eines Gleichstromfahrgerätes o.ä. beachten Sie bitte die auf der Platine aufgedruckte Polarität  + und -.

Das Kabel, das an die Klemme “~/-“ angeschlossen wird, verbinden Sie weiterhin am besten mit der allgemeinen Bahnstrommasse.

Der Eingang “Start“ aktiviert das Zeitrelais. Ein kurzer Tastimpuls zwischen diesem Eingang und dem Anschluß  ~/-  bzw. der allgemeinen Bahnstrommasse, sofern der Eingang ~/– mit dieser verbunden ist, genügt dafür. So können z.B. Taster, massegebundene Schaltgleise, Reedkontakte (SRKs) oder der GBM-R das EVZ-ZR aktivieren.

!!  Wichtig  !!  Beachten Sie bitte, dass der Starteingang nicht mit dem Anschluß +/~ verbunden werden darf! Dies hat die Zerstörung des Zeitrelais zur Folge!!!

An die Anschlussklemmen “NG“, “Gem“, “NO“ können Sie nun Ihre Verbraucher anschließen, die zeitgesteuert geschaltet werden sollen.

 

 Die Abbildung ist beispielhaft für die Funktion des EVZ- ZR als Schließer zur Inbetriebnahme eines Verbrauchers für eine bestimmte Zeit.

 Die Ausgänge des EVZ-ZR schalten jeweils zwischen dem gemeinsamen Anschluß, bezeichnet mit  “Gem“ und den Kontakten “NG“, normal geschlossen sowie “NO“, normal offen. Bei Inbetriebnahme mit “Gem“ und “NG“ wirkt das EVZ-ZR somit als Öffner und bei Inbetriebnahme mit “Gem“ und “NO“ als Schließer.

Die beiden Anschlussklemmen der Relaisausgänge sind nicht elektrisch miteinander verbunden. Insofern können Verbraucher mit unterschiedlichen Potentialen geschaltet werden.

 Praktische Anwendungen

Das EVZ-ZR kann für vielerlei praktische Anwendungen bei einer Modellbahn genutzt werden. Neben dem zeitverzögertem Ein- oder Ausschalten eines Verbrauchers ( Lampe o.ä) für eine bestimmte Zeit, können so auch zeitgesteuerte Zugabläufe realisiert werden. In der kürzesten, einstellbaren Schaltzeit erzeugt das EVZ-ZR lediglich einen kurzen Schaltimpuls. Dieser Schaltimpuls ist dazu geeignet Weichen oder Signale mit Spulenantrieben bzw. ein Signal/Bremsmodul oder auch unseren Lichtsignaldecoder für Hobby-Lichtsignale umzuschalten. So kann z.B. in einem Bahnhof  die Abfahrt der Züge auf den Gleisen zeitverzögert, gesteuert geregelt werden.

 Schematische Verkabelung der einzelnen Komponenten

Der Zug überfährt den Gleisabschnitt an den der GBM-R angeschlossen ist. Der GBM-R startet das EVZ-ZR und nach der eingestellten Zeit wird das SIG-M  auf grün geschaltet, der Zug  fährt los.

Natürlich könnte auf diese Weise auch das Signal eines Nachbargleises umgeschaltet werden, so dass die H0-Männchen Zeit genug zum Umsteigen bekommen.

Technische Daten:

Baustein

Verzögerungszeit:                                 ca. 1 sec. - 2 min.

Schaltzeiten:                                      ca. 1 sec. – 2,5 min.

Max. Schaltstrom:                                            2 A

Min. Betriebsspannung                                             16 V -/~

Max. Betriebsspannung:                                  24 V - / 20 V~

Platinenmaße:                                               49 x 86 mm

 

 

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